1. Karina Teil 03 - Die Woche danach


    Datum: 17.10.2022, Kategorien: Gruppensex Autor: byIgorNordwand

    ... hat. Es ist etwas, was ihr gesamtes Leben umkrempeln wird, das spürt sie. Doch ist es noch so neu in ihr, dass sie es noch nicht richtig fassen kann. Sie war wie neben sich, es war so, als ob sich eine neue Welt für sie geöffnet hat. Angenehm kribbelt es in ihrem Bauch und sie weiß, dass alles gut wird.
    
    Am Anfang versucht sie, das alles mit ihrem Geist zu begreifen, zu analysieren, zu verstehen. Aber es ist nicht zu fassen. Erst als Sonja los lässt von ihren Gedanken, öffnet sich wieder die Tür und sie tritt hinaus auf diese wundervolle Wiese. Erst jetzt kann sie es begreifen, es ist auf einmal da, die Erkenntnis. Sie sieht den Fluss des Lebens, sie sieht, wie alles zusammenhängt, ihr Leben mit den Leben der Anderen. Viele, die das nicht gesehen haben, die das nicht erlebt haben, was sie jetzt fühlt, würden vom Schicksal reden. Das Schicksal, was ihnen widerfahren ist und was auf sie zukommt. Doch es ist kein vorgeschriebener Weg, das Schicksal, sondern es ist wie ein Fluss, den man selbst lenken kann. Auch bei einem Fluss, kann man nicht alles steuern, er rauscht nach gewissen Gesetzten ins Tal. Doch hat man die Möglichkeit den Weg zu sehen, den er nehmen wird und durch kleine Eingriffe kann man die Richtung ändern.
    
    Bis vor kurzem glaubte Sonja nicht an so etwas, wie Schicksal. Sie hat geglaubt, alles in ihrem Leben in der Hand zu haben. Nichts war schlimmer, als die Kontrolle abgeben zu müssen. Somit schuf sie sich mit Regeln und Moral einen Handlungsrahmen, der ihr ...
    ... Leben bestimmte. Darin hatte Sonja das trügerische Gefühl gehabt, alles selbst bestimmen und kontrollieren zu können. Es war und ist ein schönes, ausgefülltes Leben gewesen, mit Liebe mit Freude, mit allem, was man sich so wünscht. Doch jetzt scheint es nur noch in einem fahlen Licht. Das Leben ist viel bunter und vielfältiger, als sie sich vorher hätte eingestehen können. Sie sieht den Fluss, den Fluss des Lebens. Er wird fließen, ob sie will oder nicht. Manchmal kann man ihn lenken, manchmal auch nicht. Auch wenn man ihn anhalten möchte, es wird nicht gelingen. Mit dem Öffnen der Tür, mit dem hinaustreten sieht sie das große Ganze, erkennt die Zusammenhänge und erkennt den Weg. Plötzlich ist nicht nur ihr Fluss zu sehen, sondern auch die Flüsse all der anderen Menschen zu erahnen. Sie sieht, wie diese sich gegenseitig beeinflussen. Es ist wie ein großes System des Lebens.
    
    Mit einem Mal werden ihr viele Dinge klarer. Sie hatte zwar noch nie viel mit Religion am Hut, sie glaubt nicht an Gott. Doch viele Aussagen der Kirche und anderer Religionen leuchten jetzt unter den neuen Prämissen doch nicht so abgehoben. In vielen, das sieht sie jetzt, steckt sehr viel Wahrheit. Sie beschreiben das große Ganze in Worten, die der nicht Erkennende versteht. Es ist für Sonja, wie eine Erleuchtung, wie ihre Erleuchtung. Noch immer gibt es in ihrer Welt keinen großen Lenker, keinen Gott oder Götter, aber sie sieht die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Leben, zwischen sich und Steffen ...
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