1. Alisha -- Vorgeschichte 02


    Datum: 13.02.2023, Kategorien: BDSM Autor: byAstrum Argenteum

    ... nur, weil sie mir dabei gerne mal einen blies, sondern weil ich die Freizügigkeit schätzte. Aber es war wichtig, dass solche Dinge immer und ausschließlich von der anderen Seite ausgehen mussten.
    
    Dennoch waren es Ausnahmen. Suchte ich sexuelles Vergnügen, besuchte ich in der Regel entsprechende Clubs und pflegte meine Dating-Profile. Und selbst wenn ich Sex sehr genoss -- lieber stand ich hinter der Kamera, und dirigierte; wissend, dass meine Selektion des Bildes die Zuschauer geil werden ließ -- eine unterschätzte Form von Macht. Auch wenn ich vor allem fotografierte, Soft und Hard Core, hatte ich aber auch schon bei einer Reihe von Filmproduktionen die Kamera bedient. Beide Welten waren mir vertraut, ebenso wie die Flut an Amateurmaterial, unglücklichen Selbstdarstellungen und unästhetischem Mittelmaß, mit dem man dabei konfrontiert wird.
    
    Mit dieser professionellen Distanz als Filter im Hinterkopf hatte ich ihre Email gelesen. Der Text wirkte auf mich grundsätzlich sympathisch, ein bisschen überheblich hier und da, aber das war bei vielen „Geschöpfen der Finsternis" ja oft genug ein Teil der Selbstdarstellung (genau dafür mochte ich die Gothic-Prinzessinnen aber auch, wenn ich ehrlich bin). Ihre Selbstcharakterisierung war gewagt und interessant, und ich rätselte, wie sehr sie wohl der Realität entsprechen mochte.
    
    Ihr Alter schließlich entsprach auch meinen Vorgaben, denn ich hatte 21 als Mindestalter zu einem Ausschlusskriterium gemacht. Nicht nur weil in meiner ...
    ... Erfahrung mit dem steigenden Alter auch der Grad an Zuverlässigkeit zunahm. Sondern auch weil ich den Gedanken irritierend fand, dass Achtzehnjährige erotische Aufnahmen von sich machen ließen, die dann womöglich für den Rest ihres Lebens im Internet kursierten. Wer hat in diesem Alter nicht schon Dinge getan, für die wir uns nachher schämten?
    
    Dann klickte ich die angehängten Bilder an.
    
    Alisha01.png Auf dem ersten posierte sie vor einer Burgruine, liegend, auf dicht mit grünem Moos bewachsenden Steinen, nur in schwarzer Spitzenunterwäsche und halterlosen Strümpfen. Auch wenn man in der Szene ein solches Motiv tausendfach gesehen hat und der Klischeefaktor hoch ist -- irgendetwas an ihr elektrisierte mich sofort. Sie hatte die Bilder offensichtlich bearbeitet, mit Weichzeichner und einem Graufilter, der das Ambiente ein bisschen verschwimmen ließ und dafür ihren Körper in Szene setzte. Dazu hatte sie ihre Lippen nachträglich gerötet. Vermutlich war es die Kombination der Selbstverständlichkeit, mit der sie ihren Körper auf eine solch sinnliche Weise in der Öffentlichkeit darbot, und dem Lächeln dazu. Ein Lächeln, das gleichzeitig lasziv und überwältigend selbstbewusst wirkte. Ich gestehe, dass ich schon beim ersten Betrachten des Bildes einen Ständer bekam. Aber das war nur das erste Bild.
    
    Alisha02.png Auf dem zweiten befand sie sich in einer Art verlassener Fabrikhalle. Der Bauweise aus Ziegelsteinen und verrosteten Stahlträgern nach zu schließen, einer recht alten. ...
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