1. Erziehungspraxis (3)


    Datum: 29.03.2020, Kategorien: CMNF Autor: patrim30

    Es ist hilfreich zum Verständnis die schon länger zurückliegenden Teile 1 und 2 zu lesen
    
    Sechs Jahre später war aus Christine eine halbwegs fleissige Studentin der Zahnmedizin geworden. Eine erste Beziehung war zuende gegangen. In den Semesterferien kam sie immer für ein paar Tage nach Hause zu ihren Eltern. Sie war also Single, ging auf Feten, der Kontakt zu Petra war selten geworden. Von ihrem Versuch mit der Gerte war nie mehr die Rede gewesen. Aber gelegentlich kamen immer noch Erinnerungen an ihre Flegeljahre auf, wie sich ihre Eltern nicht anders zu helfen wussten, als sie in der Erziehungspraxis zu einer Züchtigung vorzustellen, und wie sie es danach nochmal mit ihrer Freundin weiter getrieben hatte durch Schläge zu höchster Erregung zu kommen.
    
    Ihrem Freund hatte sie diese Lust nie eingestehen können, sie hatte auch geglaubt, dass er davon völlig überfordert oder angewidert worden wäre.
    
    Zuhause bei ihren Eltern stellten sich regelmässig also wieder diese Gedanken ein, und schliesslich an einem Mittwochnachmittag machte sie sich wieder auf den Weg in die Rohnestrasse, wo damals diese Praxis eröffnet hatte. Sie wusste genau, wie sie dahin kam, und als sie aus der Strassenbahn stieg, bekam sie starkes Herzklopfen wieder, als sie das Haus wahrnahm, sie war ein paar Mal schon hergekommen, hatte kleine Messingschild neben dem Eingang gesehen, « Erziehungspraxis, 1 Stock », aber sie hatte sich doch nicht getraut, ja was eigentlich ?
    
    Jetzt wollte sie es versuchen, ...
    ... um jeden Preis, sie wollte klingeln und fragen, ob sie selbst eine Termin vereinbaren könnte für sich selbst.
    
    Sie spürte den Herzschlag bis in den Hals, ihr Finger lag auf der Klingel, jetzt drückte sie, oder ? Ein letztes Zögern, « Drrrrt », bei dem leichten Surren der Klingel fuhr sie zusammen. Dann summte auch schon der Türöffner, reflexartig stiess sie die Tür auf. Sie erkannte sogleich den Geruch im Treppenhaus, das in den vergangenen Jahren aber einen frischen hellgelben Anstrich bekommen hatte. Sie ging dieses Mal wieder alleine, mit wackeligen Beinen die Steintreppe rauf, sie fühlte sich fast so elend, wie bei ihrem ersten Bestrafungstermin mit 15. Die Tür im ersten Stock war nur angelehnt, sie guckte durch den Türspalt, man hatte wohl ihre Schritte gehört, und eine junge Frau kaum älter als sie selbst, machte die Tür sogleich auf . Wieder zuckte Christine zusammen, was sicher nicht unbemerkt bleiben konnte.
    
    « Hallo, was kann ich für dich tun ? » fragte die junge blonde Frau, diskret freundlich lächelnd. Christine führte ihre schwitzigen Hände, der Mund war trocken, was sollte sie sagen. « Guten Tag » stammelte sie leise, « ich wollte mich nur erkundigen… »
    
    « Ja, was denn bitte ? » erkundigte sich die junge Frau die sich auf den Empfangtresen hinter ihr lehnte, nachdem sie sorgfältig die Tür geschlossen hatte. Ja sicher, sie, Christine, musste eine komische Figur abgeben, Kinder im schwierigen Erziehungsalter konnten sie wohl nicht herführen…
    
    « Ich meinte, ...
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