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Polyamorie 01
Datum: 16.02.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byBlackHatNCat
... Schulter. „Och, menno, immer ärgert sie mich. Ich habe halt noch nicht so viel Erfahrung." Sie schaute zu Lena und streckte ihr die Zunge heraus. Als Entschuldigung für ihre dümmliche Frage fügte sie hinzu: „Außerdem machen mich die blöden Arztbesuche immer so hibbelig. Zu der alten Krähe fahre ich nicht gerne hin. Nur weil Mama schon immer zu der ging, musste ich auch.Sie hat dich damals zur Welt gebracht!", äffte sie ihre verstorbene Mutter nach. „Als ob das ein Grund wäre, ihre Männerhände in meine Scheide stecken zu dürfen." Lisa schüttelte sich. „Uha, wenn ich nur an diese groben Maurerpranken denke, zieht sich bei mir alles zusammen." „Wenn du willst, sage ich den Termin wieder ab. Du kannst dir einen anderen suche. Ich kenne keinen anderen Frauenarzt, und wer weiß, wann wir da einen neuen Termin bekommen. Bestimmt nicht heute. Dann musst du noch ein bisschen länger warten, bis wir richtig, ohne Kondom, miteinander schlafen können." Nun sah mich Lisa wieder erschrocken an: „Nein, bloß nicht. Dann gehe ich lieber heute zur alten Nebelkrähe und suche hinterher nach einem neuen Arzt. Kann schon nicht so schlimm werden. Ihr kommt doch mit rein, oder?" Lena und ich versprachen ihr, bei der Untersuchung dabei zu sein. Um sie nicht noch weiter aufzuregen, gaben wir unserm Engel einen Kuss auf die Wangen und machten uns auf dem Weg. Lena setzte sich mit ihr zusammen auf die Rückbank. Sie lenkte Lisa dadurch ab, dass sie mit ihr während der ganzen Fahrt, Schwänze ...
... raten spielte. Dabei beurteilten sie die an uns vorbeikommenden Männer anhand ihrer Beulen in den Hosen. Sie gaben ihnen Namen, wie Jumbo, Macho oder Schlaffi. Beim Betreten der Praxis stellten wir zu Lisas Freude fest, dass sich Frau Doktor Nebelkrähe, wie Lisa sie nannte, seit Kurzem die Räume mit einem männlichen Kollegen teilte. Der mögliche Nachfolger für ihre Praxis schien sehr beliebt zu sein, zumindest scharten sich die Patientinnen im Wartezimmer. Wir bekamen auch mit, dass jede nur noch zu ihm wollte. Wir wären bei Frau Doktor sofort drangekommen. Bis auf Lisa hatte sie keinen weiteren Patienten. Als Lisa dies hörte, wollte sie auch vom neuen Arzt untersucht zu werden. Sie nahm sogar zwei Stunden Wartezeit in Kauf. Frau Doktor kam aus ihrem Untersuchungszimmer gestürzt, um uns persönlich zu begrüßen. Sie schien wegen Lisas Entschluss ziemlich ungehalten zu sein und stampfte wieder in ihr Kämmerlein. Kurz darauf sah man sie im Mantel aus der Praxis rauschen und ihren Arzthelferinnen verächtlich zurufen: „Dann kann ich ja gleich meinen freien Tag nehmen!" Nachdem sie die Tür geschlossen hatte, riss sie diese sofort wieder auf, steckte nur den Kopf rein und rief: Wissen Sie, meine Damen: Am besten, Sie geben gleich all meine Termine meinem ach so begehrten Kollegen! Dann kann ich heute schon zu meiner Finca auf Mallorca fliegen und ausspannen. Wiedersehen, die Damen!" Der daraufhin aufbrandende Jubel gleich einer Siegesfeier. Hinter dem Tresen gaben sich die ...