1. Polyamorie 01


    Datum: 16.02.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byBlackHatNCat

    ... presste sie ihren Mund auf meinen und gab mir einen lang andauernden Zungenkuss.
    
    Die letzte verbliebene Patientin im Wartezimmer nickte respektvoll. Hinterher streckte Lisa Lena die Zunge heraus und legte ihre Arme um mich. Wie besitzergreifend sie sein konnte, hatten wir erst vor Kurzem auf der Willkommens-Party erleben dürfen.
    
    Ich konnte gut mir vorstellen, was in Lena vorging. Um keinen weiteren Zwist heraufzubeschwören, gab ich meinem Lieblings-Teufel auch einen Kuss. Natürlich musst Lena ihre Cousine überbieten. Sie legte zusätzlich ihre Arme um meinen Nacken und züngelte mit mir, als gäbe es kein Morgen. Einmal angefangen, konnte ich nicht wieder von alleine aufhören. Erst, als sich Lisa einmischte und Lena sachte wegschob, lösten wir uns voneinander.
    
    Mir fiel die Frau gegenüber wieder ein. Sie hatte alles über ihrem Brillengestell genau beobachtet, blinzelte nervös mehrmals hintereinander. Mit dem Zeigefinger wischte sie sich am Mundwinkel, als würde sie etwas wegwischen. Dort gab es aber nichts. Lisa erkannte, was sie meint. An meinen Lippen war Lenas Lippenstift. Lisa zog ein Papiertaschentuch hervor, befeuchtete es mit ihrer Spucke und rieb meinen Mund sauber. Früher hatte ich so etwas bei ihr gemacht, nachdem ihr Mund mit Schokoladen-Eis verschmiert war. Abschließend gab sie mir einen trockenen Kuss drauf. Auch das hatte ich früher so gemacht.
    
    Als würde sie ihren Augen nicht trauen, setzte die ältere Dame kopfschüttelnd ihre Lesebrille auf die Nase und ...
    ... senkte abschließend den Blick wieder in die Zeitschrift.
    
    Lisa und Lena kicherten. Auch sie hatten ihre Reaktion verfolgt. Lena nutzte die aufgelockerte Stimmung, um Lisa schnell auch einen Kuss aufzudrücken. Mir schien, Fremde zu brüskieren, war Teil ihres erotischen Spiels. Ich wollte sie nicht schon wieder ermahnen, drum unternahm ich weiter nichts und ließ ihnen ihren Spaß. Mir bescherten sie damit ja auch erregende Momente. Ein Ständer wuchs in meiner Hose, und wurde immer härter, nicht zuletzt, weil Lisa mit ihrem Po darauf saß und ihn nervös hin und her bewegte. Genau wie damals, als sie noch kleiner war, nur inzwischen mit einer entsprechenden Wirkung auf mich. Eigentlich war es ihre Nervosität vor dem Arztbesuch. In dem Moment war ich mir allerdings nicht sicher.
    
    Als wir endlich aufgerufen wurden, waren ihre neckischen Spielchen plötzlich vergessen. Lisa hatte wieder Muffensausen bekommen. Nur zögerlich ging sie voraus. Lena trippelte ihr auf den hochhackigen Schuhen hinterher. An der Tür zum Untersuchungsraum blieb Lisa stehen. Lena holte unseren ängstlichen Engel ein und griff nach ihrer Hand. Erleichtert drückte sie die Klinke herunter und trat ein.
    
    Normalerweise hätte ich, an Lenas Stelle, Lisas Hand halten sollen. Doch erfreut stellte ich fest, dass die beiden sich wieder gut waren. Ich folgte ihnen hinein und schloss die Tür.
    
    Im Zimmer wartete bereits der Doktor hinter seinem Schreibtisch auf uns. Lisa und Lena bauten sich direkt davor auf. Ich hielt ...
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