1. Polyamorie 01


    Datum: 16.02.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byBlackHatNCat

    ... saubere Socken und meine schwarzen Halbschuhe.
    
    Zurück in Lisas Zimmer zog sie eine Robe aus der Tüte und halfen mir hinein. Lena zwirbelte einen weißen Kragen unter die Robe und drehte mich zum Spiegel. Endlich konnte ich alles zusammen bewundern: Ich sah aus wie ein ... Priester?
    
    „Ist ja bequem", bemerkte ich, hob die weite Robe bis über die Knie an und ließ sie anschließend wieder fallen. „Aber, was ist das für ein Halloween-Kostüm? Ich sehe doch nicht gruselig aus", beanstandete ich und erwartete weitere Accessoires für mich, ähnlich denen, von Lisa und Lena.
    
    „Ist doch klar", fing Lena an. „Der Exorzist mit dem Teufel und dem gefallenen Engel -- wir sind ein Gesamtkostüm. Du sagst immer: Wir drei gehören zusammen! Du hast vollkommen recht, mit dem Kostüm zeigen wir es auch."
    
    Lisa und Lena hatten wirklich Fantasie. Es bewies mir, mal wieder, dass Nichts bei ihnen ohne Hintergedanken ablief.
    
    Bevor wir losfuhren, stellte Lena noch die große Schale mit dem Zuckerzeug auf einen kleinen Tisch vor der Haustür. Abschließend legte sie teuflisch grinsend einen Zettel dazu, auf dem stand:
    
    Geisterfutter!
    
    Bedienet Euch, aber lasset den anderen Geist auch noch Speis,
    
    Vergreift euch falsch, trifft Euch ‚Der Fluch des Montezuma'!!!
    
    „La Diablesa"
    
    Als wir auf der Party ankamen, konnten wir fast direkt vor dem Lokal parken. Doch bevor ich die Autotür öffnete, sagte Lena: „Einen Moment noch, ich habe hier die letzten Accessoires für unser Kostüm."
    
    Erfreut ...
    ... drehte ich mich zu ihr auf den Beifahrersitz. Offenbar gab es doch noch weiteres Zubehör für mich.
    
    Sie zog zwei Lederarmbänder aus einer Tasche und schnallte sie mir um die Handgelenke. Dann legte sie Lisa und sich selbst ein Lederhalsband um und klickte jeweils eine zwei Meter lange, silbern-glänzende Kette in eine Öse jedes Halsbandes. Danach meinte sie zu mir, ich solle aussteigen und ihnen die Türen aufhalten.
    
    Folgsam stieg ich aus dem Auto und ging auf die Beifahrerseite, um die hintere Tür zu öffnen. Lisa klickte das lose Ende ihrer Kette in eine Öse an meinem linken Lederarmband und stieg aus. Dann öffnete ich die Beifahrertür und Lena tat das gleiche mit meinem rechten Lederarmband. So hatte ich rechts meinen kleinen Teufel und links meinen Gefallenen-Engel an der Kette.
    
    Ich schloss das Auto ab und schwang herum zur Eingangstür. Es standen mehrere Männer und Frauen in erotisch angehauchten Halloween-Verkleidungen davor und starrten uns an.
    
    Untergehakt gingen Lena, Lisa und ich die Treppe hinauf zum Eingang. Auf der Tür war das Bild eines durchgekreuzten Horror-Clowns zu erkennen. Offenbar waren diese Verkleidungen nicht erwünscht. Der Türsteher musterte uns von oben bis unten, dann pfiff er leise durch die Zähne: „Na, das nenn' ich mal 'ne heiße Attraktion. Teufel auch, wer hat euch denn losgelassen?"
    
    „Ich, der Exorzist!", antwortete ich prompt, noch bevor Lena etwas sagen konnte. „Aber keine Angst, meinen Teufel und diesen gefallenen Engel habe ich noch an ...
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