1. Schwester Stefanie - Teil 1: Die Routineuntersuch


    Datum: 12.04.2020, Kategorien: Schamsituation Autor: Anonym

    Schon als kleines Mädchen wollte ich immer Ärztin werden. Ich wollte helfen, heilen, versorgen und Leid lindern. So habe ich mich um kranke Puppen und Teddy-Bären gekümmert, verletzte Kleintiere verarztet und todkranke Insekten in Watte gebettet. Meine Hilfsbereitschaft war so ausgeprägt, dass ich meinem kleinen gehässigen Bruder, der sich bei dem Versuch mir in den Hintern zu treten, das Knie aufgeschlagen hatte, getröstet und verbunden habe, anstatt ihm böse zu sein. Nach diesem Vorfall war auch meinen Eltern mein zukünftiger Berufsweg klar. Mein „Helfersyndrom“ sollte dazu führen, dass aus mir „Frau Doktor“ wird.
    
    Ganz so ist es dann leider nicht gekommen, zum Abitur und zum Studium hat’s leider nicht gereicht, deshalb bin ich Krankenschwester geworden. Ich bin glücklich in meinem Beruf, ja für mich ist es wirklich eine Art Berufung, weswegen ich bewusst nicht nur von einem Job spreche. Mit 23 Jahren bin ich jetzt bereits Stationsschwester. Bei den Patienten und bei meinen Kolleginnen erfreue ich mich größter Beliebtheit.
    
    Etwa vor drei Jahren ist auf mein bis dahin sonniges Leben ein dunkler Schatten geworfen worden. Ich habe dunkle, lockige Haare, trotzdem ist meine Haut erstaunlich blass. Für meine weiße Haut habe ich mich immer sehr geschämt. Ich bin deshalb seitdem ich 16 war sehr häufig und regelmäßig ins Solarium gegangen. Dadurch bekam ich einen angenehmen Teint, mit dem ich mich wohl fühlte. Ich hatte auch das Gefühl, dass den Männern meine dunklere ...
    ... Hautfarbe auch besser gefallen hat.
    
    Vor drei Jahren hatte ich einen Freund, der mir mit seiner Zärtlichkeit jedes Mal den Atem raubte. Er deckte mich jedes Mal zu mit sanften Küssen und ließ sich immer neue Möglichkeiten einfallen, wie er mich liebkosen konnte. Dann kam er auf die Idee jeden einzelnen meiner Leberflecke, die ich auf meinem Körper hatte, zu küssen. Nachdem er eine Weile damit beschäftigt war und ich die feuchten Berührungen auf meinem Rücken mit geschlossenen Augen genossen hatte, wurden die Intervalle zwischen den Küssen immer länger und dann hörte er ganz auf. Als ich mich gerade scherzhaft beschweren wollte, drehte er die abgedimmte Deckenbeleuchtung voll auf und holte einen Handspiegel aus dem Badezimmer, „das solltest du dir mal anschauen!“ – Ich gehorchte ihm und kurz darauf wusste ich sofort was er meinte. Nicht nur, dass ich sehr viele dieser dunklen Punkte auf meinem Rücken und anderen Teilen meines Körpers hatte, nein, einige waren groß, fleckig und unregelmäßig gefärbt. Mit meiner medizinischen Vorbildung wusste ich umgehend was dies eventuell bedeuten konnte: Hautkrebs!
    
    Ich bekam in meiner Klinik am nächsten Tag sofort einen Sondertermin beim Chefarzt der dermatologischen Abteilung, Professor Müller. Der dickleibige Professor Müller mit seinem ergrauten Vollbart, hatte sich über die vielen Jahre seiner Tätigkeit, einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Der erfahrene Arzt erklärte mir, dass es sich bei meinen Leberflecken um so genannte Nävuszellnävi ...
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