1. Weihnachtslust 06


    Datum: 29.12.2022, Kategorien: BDSM Autor: byChinaSorrow

    Der bisher längste Teil der Serie, auch deshalb, weil er es sehr langsam angeht. Ein langer Anlauf verspricht aber meist auch einen weiten Sprung über gefährliche Abgründe.
    
    Lehnt euch also gemütlich zurück und haltet euch trotzdem für Turbulenzen bereit.
    
    Viel Spaß dabei.
    
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    Der Abend verlief befremdlich normal. Fast alle Anwesenden waren in bequemen Alltagsklamotten erschienen und tatsächlich schien man sich allgemein eine Atempause zu gönnen. Das Essen war allerdings auch nicht dazu angetan, danach noch in Aktivität zu verfallen. Es gab die angekündigte Gans mit den klassischen Beilagen und nach all den Kartoffelklößen, der fettigen Soße, Bratapfel und Rotkohl, war Tom nicht sicher, ob er überhaupt ohne fremde Hilfe wieder zu ihrem Zimmer gelangen konnte. Als dann auch noch ein Nachtisch vor ihm auftauchte, der überall anders als Hauptgang durchgegangen wäre, war jeder Gedanke an körperliche Betätigung endgültig passé.
    
    Er war sogar zu träge, um sich an den Reizen der schnuckligen Bedienungen zu ergötzen, die zwar züchtiger gekleidet unterwegs waren, als sonst, aber nach wie vor eine Augenweide darstellten. Liliane redete während des Essens meist mit ihrer Sitznachbarin, der blonden Domina, deren Sklave ihm in Jeans und Pullover gegenübersaß und so überhaupt nicht devot wirkte. Allmählich glaubte Tom der Aussage, dass außerhalb der Spielzeit die sexuellen Vorlieben keine Rolle spielten. Auf Toms anderer Seite saß Nigel, einer der beiden schwulen Doms, die ...
    ... sich Carlos vorgenommen hatten. Da Liane abgelenkt war, blieb Tom kaum etwas anderes übrig, als sich mit ihm zu unterhalten. Erfreulicherweise hatte auch Nigel seine Rolle komplett abgelegt und war ein charmanter Erzähler von Anekdoten aus der Welt der Luxushotels. Er leitete eines der nobelsten Hotels in London und hatte diese Position zuvor in ähnlich angesiedelten Herbergen rund um die Welt innegehabt. Bei ihrer ersten Begegnung in der Folterkammer hätte Tom sich nie vorstellen könne, wie weltgewandt und elegant dieser Mann wirken konnte. Jedenfalls bekam er eine Menge zu lachen und zu staunen und die Zeit verging wie im Fluge.
    
    Als er sich wieder ohne Schweißausbruch bewegen konnte, folgte er trotzdem Liliane in den Salon. Die Nische vor dem Fenster war ausnahmsweise leer und auch sonst hätte man an diesem Abend fast gefahrlos Zuschauer von außerhalb zulassen können. Kannte man allerdings die Hintergründe, gab es schon einige Auffälligkeiten. Elisabeth hielt auf einer Couch direkt vor dem Kamin Hof und es war interessant zu beobachten, wie fast alle Anwesenden ihr den anscheinend gebührenden Respekt zollten und eine stetige Folge von Menschen an ihrer Seite Platz nahm, um nach einigen Minuten wieder zu verschwinden. Kazumi und ihr Mann Hiroto standen dabei regungslos hinter der Couch und machten sich nur ab und zu geistige Notizen, wenn Elisabeth sich leicht nach hinten beugte und etwas zu ihnen sagte.
    
    Tom fragte sich, ob von ihm ebenfalls erwartet wurde, sich zu ihr zu ...
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