1. Alisha -- Vorgeschichte 02


    Datum: 13.02.2023, Kategorien: BDSM Autor: byAstrum Argenteum

    ... habe ich solche Abscheu Aber dass du mir diesen Vorwurf machst Nach allem, was wir hatten, was wir geteilt haben Meine intimsten Gefühle, Gedanken Alles Dreck, oder?
    
    Ich: Was wir geteilt haben? Du teilst doch gar nichts mit mir Ich weiß überhaupt nichts von dir Oder gibt es noch mehr Abgründe, die du mir zeigen willst?
    
    Alisha: You wish Es gibt noch soviel mehr Abgründe, fragst du? Ich bin der Abgrund Aber das interessiert dich ja eh nicht Schon klar, ich bin der abartige Freak War schön, mal über den Rand zu schauen Schön mit Sicherheitsabstand Ficken kann man mich auch So dreckig und erniedrigend wie es halt noch gesellschaftskonform ist Aber wehe sie hat ihre eigenen Wünsche Ihr eigenes Verlangen Das der Moral widerspricht Dann muß sie bestraft werden Wie immer Schade Ich dachte du wärst anders
    
    Ich: Ich glaub echt ich bin im falschen Film! Du machst mir Vorwürfe! Ich komm echt nicht klar darauf
    
    Alisha: Es tut mir leid wenn ich dich schockiere Wenn dich das überfordert Aber das ist ein Teil von mir Und ich schäme mich dafür nicht Ich würde nie Dinge von dir verlangen, die du nicht möchtest Aber wenn du mich in deinem Leben willst, dann nur als der Mensch der ich bin
    
    Ich: Ich weiß nicht ob ich das kann
    
    Alisha: Heisst das, es ist vorbei? Mit uns?
    
    Ich: Es tut mir leid, Alisha Aber ich kann das nicht.
    
    +++
    
    Es dauerte nur Sekunden, dann klingelte mein Telefon. Wütend drückte ich ihren Anruf weg. Ich fühlte mich überwältigt, mein Ego vibrierte vor ...
    ... verletztem Moralempfinden. Sie rief noch mehrfach an, ohne dass ich antwortete, dann ließ sie es. Stattdessen kamen wieder Nachrichten von ihr auf Whatsapp:
    
    "Es tut mir leid! Bitte sprich mit mir!"
    
    Ich antwortete ihr nicht mehr. Kurze Zeit später schrieb sie erneut:
    
    „Ich kann verstehen dass du verunsichert bist Bitte (!!) melde dich wieder bei mir Lass uns nicht so auseinandergehen"
    
    +++
    
    Tage und Wochen vergingen, in denen ich nicht reagierte, verstört und verunsichert darüber wie ich mich verhalten sollte. Ich wusste, dass es falsch war, sie zu ignorieren, aber der Blick in ihre Abgründe hatte mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Ich war schlicht überfordert, mit der Situation angemessen umzugehen. Ich steigerte mich in Arbeit, um zu verdrängen, aber natürlich bekam ich Alisha nicht aus meinem Verstand, kehrte immer wieder zu ihren Fantasien zurück, ihren Bildern. Fühlte mich elend dabei, auch wenn ich vermutete, dass es ihr nicht bessergehen würde, eher im Gegenteil.
    
    Wenig überraschend, war es erneut ein Blick in ihr Inneres, der mich dazu brachte, meinen männlichen Stolz zu überwinden. Es war ein handgeschriebener Brief von ihr, der nach drei Wochen an der Postadresse meines Studios eintraf. Ihn aus dem Kasten zu holen, versetzte mir einen Stich in der Brust. Ich vermisste sie extrem, und hatte doch Angst vor dem, was im Brief stehen würde. Denn es würde eine Entscheidung notwendig machen. Erst Stunden später öffnete ich den Brief, saß im sonnigen Abendlicht ...
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