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Alisha -- Vorgeschichte 02
Datum: 13.02.2023, Kategorien: BDSM Autor: byAstrum Argenteum
... am Mainufer, und las: Ich hoffe so sehr, dass es dir gut geht! Es tut mir so leid, dass ich dich so vor den Kopf gestoßen habe. Ich wünschte ich könnte es ungeschehen machen. Und doch ist es ein Teil von mir. Es zerreißt mich innerlich. Die letzten Wochen waren die Hölle, ich fühle mich nur schlecht deswegen, voller Schuldgefühle. Und ich vermisse dich so sehr, unsere Gespräche, die Ehrlichkeit. Du hast allen Grund, wütend auf mich zu sein, verletzt zu sein. Aber ich möchte auch, möchte dich bitten, dass du verstehst was meine Sicht darauf ist. Es gibt Dinge in meinem Leben, die sehr schwierig sind. Dinge, die ich dir vorenthalten habe. Das ist meine Schuld, aber ich habe gelernt, dass ich mich schützen muss, dass ich aufpassen muss wem ich vertraue. Und ich habe noch nie jemanden so schnell an mein Innerstes herangelassen, wie dich. Auch wenn das für dich vielleicht wie Hohn klingt, es ist die Wahrheit. Ich vertraue dir. Und ich möchte, dass wir wieder zueinander finden. Auch wenn es schwierig ist. Ich möchte, dass du verstehst, was in mir vorgeht. Warum es mich verletzt, wenn ich über mein Begehren definiert werde. Weil der Mensch der ich bin, sich darauf nicht reduzieren lässt. Mein Leben ist sehr schwierig und ich lebe nicht wirklich in Freiheit. Ich lebe in einer Art Institution, die mein Leben sehr stark einschränkt und kontrolliert. Es hat mit meiner Vergangenheit zu tun. Ich leide an Depressionen und Borderline. Ich verletze mich selbst seit der achten ...
... Klasse. Nach unserem Streit ist es wieder ausgebrochen, ich war so verzweifelt, ich musste in die Notaufnahme. Ich schreibe dir das nicht, um dir ein schlechtes Gewissen zu machen, du hast KEINE SCHULD (!!!) daran. Aber ich möchte, dass du weißt, dass das was wir hatten mir zum ersten Mal in meinem Leben das Gefühl gegeben hat, dass ich verstanden werde, dass ich als der Mensch respektiert werde, der ich wirklich bin. Ich werde dir meine ganze Geschichte erzählen, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Jetzt kann ich es noch nicht, es belastet mich zu sehr und ich kann es dir nur erzählen, wenn du mir gegenübersitzt. Aber ich verspreche dir, dass es keine Geheimnisse mehr geben wird. Aber bitte, bitte melde dich wieder bei mir! Alisha. Ihr Brief überwältigte mich. Tränen liefen über mein Gesicht und ich kam mir so elend und schmutzig vor, wie selten zuvor in meinem Leben. Gleichzeitig verspürte ich eine brennende Sehnsucht nach ihr, danach ihrer Seele Linderung zu verschaffen. Und genau so sehr machte er mir Angst, der Abgrund an Schmerzen, der in ihren Worten zum Vorschein kam, und in den es mich unweigerlich hineinzog. Es gab die Stimme der Vernunft in mir, die laut schrie, lass die Finger von ihr, sie ist psychisch krank, sie braucht Hilfe, und keinen Mann der ihrem Hang zur Selbstzerstörung womöglich Nahrung gibt. Natürlich rief ich sie noch am gleichen Abend an. +++ Wir telefonierten mehrere Stunden, redeten über ihren Brief, unsere Gefühle und Ängste, und ...