Menopause
Datum: 10.03.2024,
Kategorien:
Ehebruch
Autor: Omega666
... Frau einen flüchtigen Kuss gegeben, hat fröhlich und beschwingt unser Haus verlassen und ist zur VHS gefahren. Sie ist den Temperaturen entsprechend, heute soll es an die 30 Grad heiß werden, leicht gekleidet, ein schönes Sommerkleid, weiße Ballerinas. Ob sie einen BH trägt? ich habe heute Morgen nicht darauf geachtet. Träger kann ich zumindest nicht entdecken. Sie hat sich nicht übermäßig geschminkt. Trotzdem, ich habe ein ungutes Gefühl. Wer war dieser Ralph im Leben meiner Claudia? Welche Bedeutung hat er gehabt? Sie hat nie von ihm erzählt und mich hat es bis heute auch nicht interessiert, wen sie vor unserer Hochzeit kannte und mit wem sie intim war. Ach was, ich kann meiner Frau vertrauen. Wir sind nun fast ein halbes Leben zusammen und wir vertrauen uns blind. Ich sollte mir nicht so viele negative Gedanken machen.
Claudia:
Ich bin aufgeregt. Gleich werde ich meine Jugendliebe wiedersehen. Wird er mich erkennen? Wie soll ich ihn begrüßen? Mit einem Kuss? Ihm einfach nur die Hand zu reichen ist vielleicht zu förmlich.
Ich bin viel zu früh angekommen und schon auf dem Weg in den Seminarraum. Er liegt am Ende eines langen Flurs. Noch höre ich keine Stimmen. Bin ich die erste? Ich betrete den Raum und sehe Ralph am Pult sitzen und etwas lesen. Ansonsten ist keiner im Raum. Ralph steht auf, blickt zu mir rüber und sagt: "Sie sind leider die einzige Kursteilnehmerin. Ich hoffe, das stört Sie nicht."
Unsere Blicke treffen sich. Ich bleibe wie versteinert stehen. ...
... "Nein, ganz im Gegenteil", erwidere ich, "dann habe ich den Referenten ja ganz für mich alleine." Scheiße, das war viel zu zweideutig. Hoffentlich versteht er mich nicht miss.
Mit aufgerissenen Augen starrt er mich an und stottert: "Du, du bist doch Claudia." Dann macht er ein paar Schritte auf mich zu, umarmt mich und küsst mich auf den Mund. Nein, das will ich nicht, sagt mein Verstand, mach weiter mein Herz. Ich löse mich aus der Umarmung und trete einen Schritt zurück. Ich höre mich sagen: "Ja, ich bin Claudia und ich bin verheiratet."
Er entschuldigt sich sofort bei mir und steht da wie ein kleiner Junge, der bei einem Streich erwischt worden ist. "Ist ja nicht schlimm, schließlich wusstest du ja nicht, dass ich verheiratet bin und überhaupt", ich mache eine kleine Pause, "fand ich es schön, von dir nach der langen Zeit so begrüßt zu werden. Ich hatte schon Angst, dass du mich nicht erkennst."
Ralph wirkt richtig aufgeregt auf mich, als er vorschlug: "Komm, wir gehen in ein kleines Frühstück Café hier in der Nähe und dann quatschen wir." Mit einem verschmitzten Lächeln ergänzt er: "Oder möchtest du, dass ich über Fotografie referiere?"
Ich lache, nehme ihn bei der Hand und wir gehen Hand in Hand los. Ich habe Schmetterlinge im Bauch. Er fühlt sich so vertraut an.
Dann kommen die ersten Schuldgefühle. Was, wenn Thomas uns jetzt so sehen würde? Was würde er denken? Aber ich schiebe diese Gedanken schnell beiseite. Ein Kuss ist nichts, Händchen haltend durch ...