1. Couchsurfing


    Datum: 14.01.2021, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: bytalorin

    Mein Trolly ratterte über das Pflaster des Bürgersteigs. Für mich war es noch ungewohnt, dass die Autos auf der für mich falschen Seite der Straße unterwegs waren. Der Shuttle Bus vom Flughafen hatte mich an der O'Connell Street im Herzen Dublins abgesetzt, wo ich zuerst auf der rechten Seite aussteigen wollte und mich dann peinlich berührt nach Links wandte.
    
    Auch stellte ich schnell fest, dass das Rot einer Ampel für die Fußgänger eher eine unverbindliche Empfehlung war, als dass es wirklich beachtet wurde. Ich outete mich direkt als Touri, als ich pflichtbewusst stoppte und die Person hinter mir in mich hinein stolperte.
    
    Der Herr war aber nicht wirklich erbost, lächelte mich an, entschuldigte sich kurz und ging weiter.
    
    "Freundliche Leute hier", dachte ich mir und folgte weiter den Fußweg, der mich laut Google Maps zu meiner Gastgeberin führen sollte.
    
    Die Navigation endete vor einem mehrgeschossigen Mietshaus.
    
    "Das wäre dann mein Ziel", sagte ich mir selber und klappte den Griff vom Trolly ein, so dass ich ihn die paar Stufen der Treppe hoch tragen konnte.
    
    Auf Anhieb fand ich die Klingel, die mit dem mir zuvor genannten Namen beschriftet war.
    
    Ein wenig mulmig war mir schon, als ich mich darauf eingelassen habe als Couchsurfer einen Schlafplatz in Dublin zu suchen. Bisher hatte ich mit Maire nur online Kontakt gehabt und eigentlich hatte ich damit gerechnet von ihr eine Absage zu bekommen. Welche Frau nimmt schon einen unbekannten Mann bei sich zur ...
    ... Übernachtung auf? Sie schien aber keine Sorgen in diese Richtung zu haben und ich wollte es auch nicht zur Sprache bringen um nicht creepy zu wirken.
    
    Ich betätigte die Türklingel und kurze Zeit später, wurde mir die Türe geöffnet.
    
    Grüne Augen, die von einem fröhlichen Gesicht mit unzähligen Sommersprossen eingerahmt wurde strahlten mich freudig an. Sie sah aus wie auf dem Foto, das sie mir geschickt hatte. Ihre roten Haare hatte zu einem Dutt am Hinterkopf gebändigt.
    
    "Hallo Thomas! Wie geht's dir?", begrüßte sie mich.
    
    Von unserer Kommunikation per WhatsApp wusste ich, dass Maire gut Deutsch sprach und sich freute, einen Couchsurfer aus Deutschland begrüßen zu dürfen, mit dem ihre Sprachkenntniss mal wieder zum Einsatz kam.
    
    "Hey Maire! Schön dich endlich persönlich kennen zu lernen!", erwiderte ich.
    
    "Ja, das freut mich auch", entgegnete sie und meinte dann: "komm erst mal rein!"
    
    Ich hob meinen kleinen Koffertrolly hoch und folgte ihr eine Etage höher, wo ich annahm, dass dort ihre Wohnung war. Vor der Wohnung standen Schuhe sorgsam aufgereiht. Ich zog meine aus und stellte sie dazu. Ich wollte direkt einen guten Eindruck machen und ihr keinen Dreck in die Wohnung schleppen.
    
    "Ich zeige dir erst mal das Gästezimmer", meinte sie und führte mich in ein Zimmer, dass heimelig eingerichtet war.
    
    "Das ist dein Reich!", stellte sie fest und wies mit der Hand durch das Zimmer.
    
    Das Bett schien frisch bezogen und neben dem Bett auf dem Stuhl lagen gefaltete ...
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