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Die Domina-Barbie und das Bunny (Geheime Fantasien 2.0)
Datum: 02.03.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: Emily Bloomingdale
... sich heraus, dass es unterschiedliche Typen von schreibenden Fans gab. Ein Drittel freute sich einfach nur, wenn ich mich für den netten Kommentar bedankte, ein Drittel hingegen ging davon aus, dass ich nun auf Lebzeiten zur digitalen Brieffreundin geworden war. Sie hörten gar nicht mehr auf zu schreiben. Am schlimmsten waren diejenigen, die beleidigt waren, wenn ich nicht innerhalb von einer Stunde antwortete. Als ich dann meine Vollzeitstelle bekam, merkte ich, dass es so nicht mehr weitergehen konnte. Arbeit, neue Geschichten schreiben, Privatleben. Das alles passte so gerade noch mit Mühe in einen Tag. Aber mit meinen treuen Lesern zu kommunizieren, ging beim besten Willen nicht mehr. Deshalb habe ich zunächst eine Pause gemacht und bei dem neuen Forum keine Mailadresse mehr angegeben." "Verstehe. Aber da fehlt noch was." "Wie meinst du das?" "Ich kann bis drei zählen. Du bist erst bei zwei Dritteln angekommen. Was ist mit dem dritten?" Ich seufzte. "Das sind die Leser, denen es nicht ausreichte, mit mir zu schreiben. Sie wollten mich unbedingt persönlich kennenlernen." "Und darauf hast du dich eingelassen?" "Natürlich nicht! Für was hältst du mich?" "Kein einziges Mal?", hakte Elena nach. "Na ja, so drei bis acht Ausnahmen habe ich damals im Laufe der Zeit vielleicht gemacht", gab ich kleinlaut zu. "Du hast mit acht deiner Leser gevögelt?" Ich sah sie empört an, doch Elena zuckte nicht einmal mit der Wimper. "Ich habe mich mit ihnen . Von ...
... Sex habe ich doch gar nichts gesagt! Was unterstellst du mir hier eigentlich?" "Ich kenne dich, Emily." "Damals noch nicht." "Du warst zu der Zeit Single, oder?" "Kann schon sein", bestätigte ich vage. "Wie viele hast du rangelassen?" Sie würde eh nicht wieder aufhören, bis alles zu ihrer Zufriedenheit geklärt war. Also gab ich auf. "Drei, aber eine davon war eine Frau." "Und das ist wirklich die Wahrheit?" "Ja. Aber sie hatte noch ihren Freund mitgebracht und ich wollte keine Spielverderberin sein." "Du versautes Luder." Ich zuckte mit den Schultern. "Ich war jung und brauchte den Sex. Außerdem konnten ein paar weitere Erfahrungswerte meinen Geschichten nicht schaden. Ich habe meinen Körper quasi für die Kunst geopfert." "Was für ein gequirlter Schwachsinn. Du hattest einfach nur Spaß am Vögeln." In dramatischer Pose hielt ich meine Hand an die Stirn. "Jede künstlerische Leistung ist ein Sieg über die menschliche Trägheit", fiel mir das einzige Zitat zum Thema Kunst ein, das ich mir jemals gemerkt hatte. Ich war mächtig stolz darauf, dass ich es endlich einmal anwenden konnte. "Manchmal bist du mir ein wenig unheimlich." "Geht mir genauso." Elena schüttelte sich kurz. "Schön. Und was war nun mit Jürgen?" "Ein Rückfall. Er hatte zu jeder meiner Geschichten im neuen Forum einen Kommentar geschrieben und gemeint, ich würde mich wohl für etwas Besseres halten, weil ich ihm nicht zurückschrieb. Für ihn machte ich also diese eine ...