1. Peitsche Pur, Teil 07


    Datum: 06.09.2023, Kategorien: BDSM Autor: bySoniavonboege

    ... Madame, lassen sie sich beim Ankleiden von mir helfen", sagt er leise und höflich, reicht mir meine Sachen, die er mir ausgezogen hatte und führt mich aus den Katakomben heraus, nach oben. „Ich bedaure es sehr, dass sie gehen, aber ich akzeptiere es, ich werde sie niemals vergessen, Madame", sagt er leise und hält mir die Tür nach draußen auf, als sie sich hinter mir schließt, stehe ich im Dunkel der heranbrechenden, kalten Winternacht und habe das Gefühl, gerade einen riesigen Fehler gemacht zu haben.
    
    Nur der gerade über den dunklen Baumwipfeln aufgegangene Vollmond, weist mir den Weg zum Parkplatz zurück, ich sehe zurück, die große Tür hat sich hinter mir geschlossen, das Licht, das aus einigen der Schlossfenster fällt, schreit mich an, doch umzukehren, aber ich kann es einfach nicht und weiß noch nicht einmal, warum. Mein Reisemobil steht einsam auf dem Platz, in der bedrückenden Stille bollert die Standheizung, der Timer hat sie für mich eingeschaltet und Wärme schlägt mir entgegen, als ich eintrete. „Was will ich hier", frage ich mich, der Kloß in meinem Bauch ist plötzlich riesig, ich schiebe die Tür zu meinem Schlafabteil auf, lasse mich auf mein Bett fallen und fange lautlos an zu heulen, OMG, was ist nur in mich gefahren, das mich dieser Mann und das, was in den Schlosskatakomben vorgefallen ist, dermaßen umgehauen hat, er war doch nicht der erste Mann, der mich gefickt hat! Wilde Gedanken schießen durch meinen Kopf, mein Körper schüttelt sich, wenn ich ...
    ... aufschluchze, dann reiße ich mich zusammen, trockne meine Tränen und starte den Motor, ich muss hier endlich weg, weg von etwas, was ich nicht einordnen kann, von Gefühlen, die ich noch nie zuvor hatte, Gefühle für einen Mann!
    
    Als ich wieder die Nationalstraße erreiche, wird auf einem Richtungsschild der nächste Ort angezeigt und ich folge dem Wegweiser, ich will heute Nacht ein Hotelbett haben, will essen, mich dann betrinken und mich in den Schlaf heulen. Viel Verkehr ist nicht mehr, nur wenige Fahrzeuge fahren in meine Richtung oder kommen mir entgegen und ich bemerke nicht einmal die Scheinwerfer des Autos, das ebenfalls von der Zufahrt zum Schloss hinter mir einbiegt und mir folgt. Nach den ersten Häusern des Ortes lädt die Beleuchtung eines Hotels und Restaurants mich ein, zu bleiben und ich stelle mein Reisemobil auf dem Parkplatz ab und hole die kleine, gefüllte Reisetasche aus meinem „Keller", die ich für solche Fälle, wie heute, gepackt habe und gehe zum Hotel. Wärme, Musik und Stimmen schlagen mir entgegen, ich klingle an der Rezeption und frage die junge Dame nach einem Zimmer für eine Übernachtung, mit einer Badewanne und sie nickt, nimmt einen Schlüssel vom Haken und ich folge ihr in den ersten Stock. Das Zimmer ist schön, das Bad modern, ich frage nach Abendessen und sie nickt, „ja, die Küche ist noch offen" und wenig später steht eine dampfende Terrine von geschmorten Kaninchen mit noch warmem, frischen Baguette vor mir und der rote Landwein dazu ist süffig. Ich ...
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