1. Die barfüßige Göttin


    Datum: 05.01.2024, Kategorien: Sex bei der Arbeit, Autor: postpartem

    ... es das. Du wärest nicht unser erstes gemeinsames Projekt. Lynn ist meine beste Freundin. Mit ihr habe ich schon immer alles geteilt, was sich wirklich gelohnt hat. Sie wird dir gefallen, sie sieht umwerfend aus. Und selbstverständlich ist sie genau wie ich bi. Nur, dass du dich gedanklich schon mal darauf einstellen kannst."
    
    Oh. Das stellte ich mir nur zu gerne vor. Aber... Nicht hier. Nicht jetzt. Das kriegt sie natürlich mit.
    
    "Genau. So ist das richtig. Und keine Angst. Fast alle unsere vorherigen Projekte wurden ohne Fatalitäten abgeschlossen. Du hast natürlich das Recht abzulehnen. Aber nicht die unbeschreibliche Dummheit, die dafür notwendig wäre. So gut kenne ich dich mittlerweile. Also betrachten wir das mal als gebongt. Was morgen angeht, entbinde ich dich hiermit aller Planungspflichten. Ich lasse mir etwas einfallen. Es soll nicht in Stress ausarten."
    
    "Verbindlichen Dank. Wollen wir dann langsam wieder?"
    
    Sie wollte, und ich ging schnell rein, um zu bezahlen, da es mittlerweile einigermaßen voll geworden war. Ich war erleichtert, nichtsdestotrotz etwas verwirrt. Wie locker sie das alles sah, wie fremd mir doch im Grunde genommen ihr, und offenbar nicht nur ihr, Umgang mit Sex war. Na ja, es war ja nicht zu meinem Schaden.
    
    "Sag mal, du hattest befürchtet, dass ich mit anderen Schwierigkeiten zu kämpfen hätte, nicht wahr?", sprach ich sie auf dem Rückweg kurz an.
    
    "Ja. Ich bin froh, dass ich falsch lag", gab sie zurück, starr geradeaus ...
    ... blickend.
    
    Mehr wollte sie nicht sagen, das spürte ich sofort. Ich seufzte und ging schweigend neben ihr her, bis wir wieder im Gebäude waren. Kaum standen wir vor dem Fahrstuhl, bombardierte sie mich mit Fragen, die allerdings alle nur mit der Arbeit zu tun hatten. Trotz Müdigkeit hielt ich noch bis halb zehn durch. Schlief zuhause rasch ein, ohne auch nur daran zu denken, den Fernseher noch einmal anzuschalten.
    
    ~~~
    
    Am nächsten Morgen nahm ich nicht nur den Kaffee, sondern auch ihre Post mit ins Büro, als ich gleichzeitig mit der Rezeptionistin vor diesem eintraf. Darunter ein großer Fed-Ex-Umschlag aus den USA. Sie begrüßte mich fröhlich wie immer, und stellte gleich ein paar Fragen, die mit dem Abschluss eines Projekts zu tun hatte. Ihr Blick wanderte jedoch öfter auf den Umschlag.
    
    Den sie dann öffnete, während ich ihr die gewünschten Antworten gab. Sie blätterte den dort enthaltenen Stapel Papiere kurz durch.
    
    "Schlechte Neuigkeiten?"
    
    "Nein. Formalitäten. Unser Scheidungsantrag", gab sie zurück.
    
    "Du bist verheiratet?"
    
    "Habe ich dir das nicht erzählt?"
    
    "Nein, nur, dass du aus einer gescheiterten Beziehung kommst."
    
    "Jetzt weißt du's. Hat sich nun eh erledigt."
    
    Hoppla. So, wie sie den ersten Satz betont hatte, klang es eher wie "das geht dich nichts an". Sie sah wohl, dass mich ihre Antwort verunsicherte. Mehr als das. Irgendwie enttäuschte.
    
    "Komm, es ist so oder so Vergangenheit. Die für unsere Geschichte bedeutungslos ist. Freust du dich auf heute ...
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