1. Die barfüßige Göttin


    Datum: 05.01.2024, Kategorien: Sex bei der Arbeit, Autor: postpartem

    ... Beine hatten. Oder vielleicht nur nicht gewagt haben, sie zu zeigen."
    
    Damit hatte sie mich erstmal zur Sprachlosigkeit verdammt. Gleich noch zwei Bissen Pizza nachgeschoben, um das nicht so offensichtlich werden zu lassen. Mir fiel natürlich nichts Besseres ein, als da gleich nochmal hinzustarren.
    
    "Ehm... ja, da startest du außer Konkurrenz. Aber ich wollte selbstverständlich nicht..."
    
    "Nun mach dich nicht wieder gleich ein. Wenn ich nicht wollte, dass sie bemerkt werden, würde ich sie nicht zeigen. Irgendeinen Sinn muss doch dieses blöde Rasieren haben."
    
    "Stimmt auch wieder. Du hast auch sehr schöne Füße. Göttliche Füße", versetzte ich, mich damit selbst erheiternd.
    
    "Hä? Fuß-Fetischist? Geheime Perversionen?"
    
    "Nein, du hast unter den Jungs schon einen Spitznamen weg. BG. Die barfüßige Göttin."
    
    Jetzt lachte sie mit vollem Mund und verschluckte sich halb dabei.
    
    "Siehste. Wusste doch, dass die kreativ sein können. Wenn man sie richtig motiviert."
    
    "Das gelingt dir mit einer Leichtigkeit, die mich schwindeln lässt."
    
    "Für diese Art der Komplimente bin ich immer offen."
    
    "Davon wirst du sicher noch reichlich bekommen."
    
    "Der Rest ist übrigens auch nicht schlecht. Trotz Pizza."
    
    "Ist das ein fehlgeleiteter und ziemlich lahmer Versuch mit mir zu flirten? Schäm dich."
    
    "Ah, jetzt bedienst du dich auch aus meiner Spruch-Bibliothek? Mach ruhig. Ich stecke voll davon. Von mir kannst du noch was lernen."
    
    Das Gefühl hatte ich langsam auch.
    
    "Du ...
    ... bist geschieden?", wollte sie dann wissen.
    
    "Ja. Keine Kollegin. Nichts Dramatisches. Eigentlich so blutleer, wie die ganze Beziehung war. Die Scheidung meine ich. Am Anfang war es natürlich toll, dann wurde es schön, dann gut, dann erträglich. Als wir bei sinnfrei angelangt waren, haben wir die Konsequenzen gezogen. Ist auch schon wieder zehn Jahre her."
    
    "Glückwunsch. Bei mir war es ein ähnlicher Verlauf. Nur, dass wir versucht haben, die Geschichte unnatürlich lange am Leben zu erhalten. Infusionen von Frischblut. Therapie. Chemie. Die ganze Palette von Unsinn, die einem in einer solchen Krise einfällt. Na ja, wir hatten immer noch eine Menge Spaß. Aber eben nicht mehr miteinander."
    
    "Verstehe. Das hatten wir nicht probiert. Andrea war nicht so... experimentierfreudig."
    
    "Auch da besitze ich einen Wissens-Fundus, der den Normalsterblicher erheblich überschreitet. Ob du dich da allerdings bedienen solltest..."
    
    Öchött.
    
    "Ist das süß, du wirst ja rot. Wir werden noch viel Spaß zusammen haben. Du bist eine angenehme Überraschung. In jeder Hinsicht. Aufgefuttert? Du darfst gerne den Müll entsorgen. Und ich meinte das vorhin ganz ehrlich: Ich will dich nicht jetzt schon verheizen. Mach heute nicht so lange. Wenn du noch hier bist, wenn ich gehe, gibt's Schelte. Verstanden?"
    
    "Yes, Madame."
    
    "Madame?"
    
    "Oder Mam?"
    
    "Nun, in Amerika ist das erste eine Puffmutter, das zweite nur eine Mutter."
    
    Na klasse. Voll in die Scheiße gegriffen.
    
    "Sorry, ich meinte ...
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