1. Wie ich tabulos wurde 04


    Datum: 31.05.2020, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: byLaura86

    ... also doch noch geschafft." ein. Ein Satz, der mir umso mehr gefiel, als Maik deswegen zusammenzuckte und sich beinahe sofort recht panisch umsah.
    
    Ich setzte mich. Hatte mir tausend Dinge überlegt, die ich sagen und tun wollte. Und begann sofort mit: „Ich bin ganze dreißig Minuten zu spät, Papa. Bestrafst du mich jetzt dafür?"
    
    Erneut zuckte er zusammen. Sah schuldig und beschämt und gehetzt aus.
    
    Ich lächelte und zog meine Jacke aus. Darunter trug ich eine meiner Arbeitsblusen mit Namensschild. Und natürlich hatte ich in meiner schönsten Handschrift 'Katharina' darauf geschrieben.
    
    Jetzt erst wurde er wütend. „Das geht zu weit."
    
    „Ach so?" fragte ich unschuldig und lenkte meine Aufmerksamkeit auf den zu uns schlendernden Kellner. „Ich nehme das gleiche wie mein Papa."
    
    Bei der zweiten Nennung des viel zu kindlichen Kosewortes 'Papa' zuckte er erneut zusammen.
    
    „Wir sollten gehen", zischte er harsch. „Zieh deine Jacke wieder an!"
    
    Ich lächelte weiter vor mich hin, als ich meine Jacke wieder vom Stuhl nestelte, aufstand und sie mir anzog. Maik stand ebenfalls auf, legte einen Schein auf den Tisch und folgte mir, als ich das Café verließ. Draußen hätte ich ihn zu gern gefragt, ob wir zu ihm fahren oder er es mir direkt im Auto besorgen wollte, aber er deutete selbst direkt zu seinem Auto und als ich darin saß -- Erinnerungen an all den Sex stiegen in mir auf -- startete er wortlos das Auto und fuhr los, ohne mir einen weiteren Blick zuzuwerfen.
    
    Zuhause ...
    ... bei ihm -- in seiner Junggesellenwohnung, die sich kein bisschen verändert hatte -- zog ich mir das zweite Mal in seiner Gegenwart die Jacke aus.
    
    „Wie viele Mädchen in meinem Alter hast du seitdem hier gevögelt?" wollte ich wissen, das Wort 'Mädchen' bewusst benutzend.
    
    Er sah nun nicht mehr so gehetzt aus, wie noch im Café, doch seine Augen wanderten immer wieder zu meinem Namensschild und sein Blick verriet, dass es vielleicht nicht viele, aber doch schon ein paar 'Mädchen' gewesen waren.
    
    „Wie oft hast du dir dabei vorgestellt, es sei Katharina?", bohrte ich weiter.
    
    Aber er antwortete nicht.
    
    „Und wie oft hast du sie unbewusst 'Katharina' genannt?"
    
    Ich lächelte und rückte mein Namensschild zurecht. Ich war noch lange nicht fertig. Dass wir seine Frau betrogen hatten, rückte in meiner Wut völlig in den Hintergrund. Dass er sich -- wahrscheinlich schon jahrelang -- vorstellte, seine eigene Tochter zu vögeln -- DAS wollte ich ihm vorwerfen.
    
    „Wenn du Katharina triffst... wenn ihr euch umarmt und als Familie trefft... stellst du dir dann vor, wie sich ihr nackter Körper anfühlt?", wollte ich wissen. „Stellst du dir vor, wie sie vor dir liegt und will, dass ihr Papi sie vögelt? Stellst du dir vor, wie...", ich sah ihn an, streifte meine Schuhe ab und begann, meine Hose mitsamt meiner Unterwäsche von mir zu streifen und kurz flammte das Bild von Herrn Müller auf. Aber nur kurz. „...Katharina sich für dich auszieht? Verführt sie dich in deiner Vorstellung? Oder ...
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