1. Wie ich tabulos wurde 04


    Datum: 31.05.2020, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: byLaura86

    ... bestrafst du sie? Zum Beispiel, weil sie dreißig Minuten zu spät zu einer Verabredung gekommen ist?"
    
    Ich sehe, wie Maik beginnt, sich unwohl zu fühlen und gleichzeitig Erregung zu empfinden. Die Beule in seiner Hose verrät ihn. Sein Blick wandert von meinem nackten Unterleib immer wieder zu meinem Namensschild. Meine Fragen scheint er lediglich als das anzusehen, was sie sind: Fantasiebeflügler.
    
    Ich mache einen Schritt auf ihn zu. Tippe anhand von unzähligen Sexszenen, die wir erlebt hatten, auf letzteres. Er ist der dominante Part. Er will Vögeln. Er will einnehmen und erobern und füllen.
    
    Und zwar seine Tochter.
    
    „Mutti hat mir gesagt, ich soll Mitternacht Zuhause sein", begann ich das Spiel -- ich hatte immerhin einige Tage Zeit gehabt, mir mehrere Szenarien einfallen zu lassen. „Aber da du auf Arbeit warst und Mutti es mit der Zeit ja sowieso nicht so genau nimmt, dachte ich mir, zwei Uhr reicht auch aus..."
    
    Da er nicht reagierte, begann ich ein Spiel, von dem ich hoffte, es würde eine seiner Fantasien anregen. Ich schlüpfte in eine jüngere 'Katharina' und tat Dinge, die man als frische Erwachsene im Haus seiner Eltern eben so tat -- immerhin war ich das auch einmal.
    
    „Ich war tanzen. Mit irgendwelchen Jungs, die du wahrscheinlich nicht leiden kannst. Und ich bin schon wieder viel zu spät nach Hause gekommen. Das tue ich öfter. Ich bin nämlich rebellisch und halte mich nie an das, was meine Eltern mir sagen. Schon gar nicht an das, was mein Papa mir ...
    ... sagt."."
    
    Ich betonte das letzte Wort, ging langsam an ihm vorbei, drehte mich um und beabsichtigte, den Flur an ihm vorbei zu laufen. „Ganze zwei Stunden später bin ich Zuhause und gehe jetzt einfach in mein Zim..."
    
    Seine rechte Hand zuckt nach vorn und griff nach meinem linken Handgelenk. Ich hielt inne. Wartete.
    
    Mehrere Sekunden vergingen, in denen ich mir nicht ganz sicher war, inwieweit er mein Angebot annehmen würde.
    
    „Wo willst du hin, junge Dame?" wollte er dann wissen, ein Hauch von Bestimmung schwang darin mit, doch seine Stimme zitterte.
    
    Ich entzog mich ihm und grinste. „In mein Zimmer. Schlafen gehen natürlich. Immerhin hab ich bis zwei Uhr gefeiert, nicht wahr?`"
    
    Ich machte zwei Schritte von ihm fort und dann -- ja -- macht er einen Satz nach vorn und packte erneut mein Handgelenk.
    
    Ich warte, während er tief ein und ausatmete.
    
    Etwas sagen wollte. Sich räuspert. Und es erneut versuchte.
    
    „Zwei Uhr ist es, junge Dame. Wann solltest du Zuhause sein?"
    
    „Mitternacht", stieg ich sofort darauf ein und blieb regungslos stehen.
    
    Und dann wusste er anscheinend kurz nicht, was er als nächstes tun soll. Mehr noch: Vielleicht wurde ihm hier, an dieser Stelle, bewusst, dass er noch umkehren könnte. Dass er soeben dabei war, eine Grenze zu überschreiten. Eine, von der er wohl seit Jahren träumte -- ein Rollenspiel, bei dem es ihm möglich war, so zu tun, als würde er seine Tochter vögeln. Ein Rollenspiel, bei dem sein Gegenüber sich dieser Tatsache bewusst ...
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