1. Polyamorie 03 - Kapitel 07


    Datum: 10.07.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byBlackHatNCat

    ... nur etwas trockenes Weißbrot und einen Tee. Dann wird es schon gehen."
    
    Yasi hatte die vergangenen Wochen immer wieder mal morgendliche Übelkeit. Allmählich wusste sie, wie sie damit klarkam. Vorsorglich stellte ich das Tablett vor die Tür, damit es sie nicht nochmal überkam.
    
    Noch wackelig und schlapp wollte sie vorerst nicht in die Dusche und setzte sich stattdessen auf den Hocker. Ich stieg alleine in die Kabine.
    
    Nachdem ich fertig geduscht war, traute sich Yasi auch. Sie kletterte alleine hinein. Ich rasierte mich und putzte die Zähne. Ein Auge immer auf Yasi gerichtet.
    
    Plötzlich riss sie die Duschkabinentür auf. Sie bekam keine Luft. Ich eilte zu ihr und half ihr, sich wieder auf den Hocker zu setzen. Anschließend öffnete ich die Badezimmertür und lüftete das Bad.
    
    Julia stand davor und zuckte zusammen. Als sie Yasi sah, fragte sie: „Ist alles in Ordnung?"
    
    Ich erklärte es ihr. Yasis Übelkeit und dass vom Dunst nun der Kreislauf durcheinander war. Sie kam ins Bad. Professionell schaute sie Yasi in die Augen. „Wahrscheinlich etwas zu viel Aufregung und Schwangerschaft auf einmal. Sie sollte sich kurz hinlegen und frische Luft schadet auch nicht. Dann wird das gleich wieder."
    
    Ich half Yasi ins Bett. Mit der frischen Luft gab es allerdings ein Problem. Wir konnten die Fenster nicht öffnen, darum stellte ich die Klimaanlage nur kälter.
    
    Indessen hatte Julia einen Tee für Yasi gemacht und brachte ihn in das Zimmer. Sie gab mir zu verstehen, dass ...
    ... ich mich anziehen und die anderen wecken sollte, sie würde so lange bei Yasi bleiben.
    
    Ich huschte in das große Schlafzimmer und weckte unsere Geliebten. Sie waren sofort hellwach und plauderten drauflos. Ich zog mich eilig an und ging wieder zurück zu Yasi. Marie folgte mir. Ihre Sachen waren in dem kleineren Zimmer.
    
    Als Marie Yasi im Bett liegen sah, fragte sie besorgt nach. Julia berichtete alles, stieg anschließend mit ihr im Badezimmer nebenan unter die Dusche.
    
    Für uns bestellte ich Frühstück. Für Yasi nur trockenen Toast. Als es geliefert wurde, versuchte sie wieder aufstehen, setzte sich aber erneut auf die Bettkante. Zittrig knabberte sie zuerst den Toast. Nach ein paar Schluck Tee konnte man zusehen, wie die Farbe in ihr Gesicht zurückkehrte. Allmählich ging es ihr besser.
    
    Gegen 8:30 Uhr kamen die bestellten Friseure. Sie wollten sofort mit Yasi anfangen, doch ich schob alle anderen vor, damit sie sich noch ein wenig erholen konnte.
    
    Die plötzliche Betriebsamkeit in der Suite war beeindruckend. Es wurde eine Plane ausgebreitet, auf dem zwei Stühle gestellt wurden. Auf die setzten sich zuerst Lisa und Lena. Lisa wurden mit einem Lockenstab herunterhängende Locken in ihre blonden Haare gemacht. Lena wollte sich die Haare schulterlang abschneiden lassen. Ich protestierte energisch. Ohne Erfolg. Ich trauerte ihren fehlenden 20 cm nach und hob ein heruntergefallenes Bündel auf. Mit einem übertriebenen Schmollmund stand ich neben Lena und zeigte mein ...
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