1. Polyamorie 03 - Kapitel 07


    Datum: 10.07.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byBlackHatNCat

    ... Sie eilte zu mir und sprang mir in die Arme.
    
    „Ja, ich will", rief sie und umarmte anschließend auch Yasi.
    
    Damit war der Damm gebrochen, eine nach der anderen folgte ihrer Umarmung und sagten auch: „Ja."
    
    Julia stand als letzte vor mir. Sie musste ihre Tränen unterdrücken. „Ja, ich will auch. Um es mit Yasis Worten zu sagen." Sie sprang mich nicht wie mein Kätzchen an, doch Julia umarmte mich und flüsterte: „Danke Frank, für alles!" Dann gab sie mir einen sanften Kuss mit spitzen Lippen und wollte anschließend zurückgehen zu den anderen. Ich hielt ihre Hand fest und zog sie nochmal an mich. Ich gab ihr einen richtigen Kuss. Mit Inbrunst und Herzlichkeit. Nach und nach ging sie darauf ein. Sie küsste mich beinahe, wie Yasi es tat.
    
    Zu sechst standen wir vor dem Friedensrichter. Er fragte uns in einer abgewandelten Formulierung, ob wir zusammen eine Partnerschaft eingehen wollten, ohne rechtliche Ansprüche, aber dafür mit partnerschaftlichen Pflichten. Diesmal antworteten wir alle, mit den Worten, die er vorgegeben hatte: „Ja, ich will!" Es folgten die Ringe. Diesmal platzierte ich alle vier Ringe auf dem Kissen. Yasi und ich steckten ihnen die Ringe an die Finger. Ich steckte Lisa und Marie ihren Ring an, Yasi nahm die von Lena und Julia.
    
    Abschließend gab es ein Durcheinander beim Küssen. Nachdem jeder jeden geküsst hatte, standen wir wieder in einer Reihe und erwarteten den familiären Segen: „God bless you all!" Die Orgel setzte wieder ein und damit war die ...
    ... Zeremonie zu Ende.
    
    Im Anschluss mussten wir einige Formulare unterschreiben. Der Friedensrichter erklärte, er würde uns die Partnerschafts-Urkunden als Download von seinem Portal bereitstellen.Moderne neue Welt.
    
    Marie bewunderte ihren Ring. Sie strahlte bis über beide Ohren. Ich griff ihre Hand und gab ihr einen Kuss auf die Wange. Sie flüsterte in mein Ohr: „Danke. Das ist der schönste Moment meines Lebens. Ich liebe dich ... Papa!" Das letzte Wort sorgte bei mir für weiche Knie. Nun war es an mir, beschwingt und nervös zu sein. Freudestrahlend schritt ich mit Yasi und Marie untergehakt aus der Kapelle. Lisa, Lena und Julia folgten uns zur Limousine.
    
    * * *
    
    Im Hotel hatten wir einen Tisch reserviert und beabsichtigten dort die Hochzeit zu feiern. Doch bereits während der Fahrt wurde angestoßen. Jeder bekam ein Glas Champagner, womit wir uns zuprosteten: „Auf das Brautpaar und uns alle. Auf alle Partner", sagte Julia als Trinkspruch. Sie gewöhnte sich an den Gedanken. Sie wurde zu einem kleinen Mädchen, alberte und freute sich mit Marie wie zwei kleine Kinder zu Weihnachten. Wir lachten und tranken, bis wir im Hotel ankamen.
    
    Im Restaurant gab es eine große Tafel für uns alleine. In den USA war es nicht üblich, üppig zu Mittag zu essen. Wir waren fast die einzigen Gäste, lediglich ein älteres japanisches Paar saß in einer Ecke und tat es uns gleich. Wir hatten ein Menü mit fünf Gängen bestellt. Vor jedem Gang klatschten alle und forderten mich auf, Yasi zu küssen. Erst ...