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Polyamorie 03 - Kapitel 07
Datum: 10.07.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byBlackHatNCat
... als wir dem nachkamen, dürften wir beginnen. Vor dem Hauptgang stand ich auf und wollte ein paar Worte sagen: „Meine liebe Yasmin und alle Ehepartner. Ich will nur sagen, wie glücklich ich heute bin, mit euch hier zu sitzen. Vor nicht allzu langer Zeit fühlte ich mich allein und zweifelte an meinem Schicksal. Doch dann traten Lena", ich hob das Glas und prostete Lena zu „und Lisa", auch ihr prostete ich zu „in eine ganz neue Rolle in mein Leben. Dank Lena habe ich meine Seelenverwandte kennengelernt. Es war Liebe auf den ersten Blick!" Lena unterbrach mich: „Auf den ersten Fick, meintest du wohl?" Alle grölten. Ich hustete verlegen in meine Faust. „Richtig, auch das", gestand ich und bemerkte, wie Yasi verschämt auf den Teller schaute und rot wurde. „Als wir uns trennten und wieder nach Hannover fuhren, fühlte ich mich einsamer als jemals zuvor. Ich hatte das Gefühl, mir wurde das Herz herausgerissen. Wären Lisa und Lena nicht gewesen, wer weiß wie es weitergegangen wäre. Jedenfalls wusste ich nichts von der Schwangerschaft und war umso erfreuter, als ich es dann hörte. Als Yasi vor Weihnachten bei uns einzog, war mein -- unser -- Glück komplett. Dass wir jetzt hier sitzen und verheiratet sind, hätte ich vor einem halben Jahr nicht gedacht." Ich schaute in die Runde und schwenkte mein Glas, damit sich alle für den nächsten Satz angesprochen fühlten: „Ich sehe in euch allen, auch in dich Julia." Ich machte eine Pause und sah sie direkt an, schwenkte dann zu Marie. ...
... „Und in dich, Marie, meine Familie!" Neben Marie saß Lisa. „Gott weiß, wie sehr ich dich liebe Lisa, doch Yasi", damit wandte ich mich meiner neu angetrauten Ehefrau zu. „Yasi bekommt ein Kind von mir und damit wird in dieser Familie das erste Mal eine Blutsverwandtschaft zu mir entstehen. Ich liebe dich Yasi, ich liebe unser Kind und ich liebe euch alle!" Ich drehte mich wieder zu allen und hob mein Glas. Sie erwiderten meinen Toast. Sogar das japanische Paar in der Ecke hob das Glas und deuteten auf uns. „Bevor ich es vergesse: Ich habe noch ein Hochzeitsgeschenk für dich, mein Kätzchen!" Sie sah mich mit großen Augen an. „Am Montag werden wir nicht mit den anderen nach Deutschland zurückfliegen, sondern eine Hochzeitsreise zu zweit nach Hawaii machen." Yasi sprang auf und kippte dabei den Stuhl um. Sie warf ihre Arme um meinen Hals und küsste mich immer wieder „Ich liebe dich. Ich liebe dich. Ich ... liebe ... dich!" Plötzlich blieb sie erschrocken neben mir stehen und schlug die Hände vors Gesicht. „O Gott, ich habe gar kein Geschenk für dich. Oh, Go-o-tt, das ist jetzt blöd." Ich beugte mich zu ihr und flüsterte: „Hey, das macht nichts, du und das Baby seid das größte Geschenk, das ich bekommen konnte." Wir feierten weiter. Tranken Sekt und Wein, doch Yasi bekam von Frau Doktor ein striktes Alkoholverbot. Als Ärztin und zukünftige Tante musste sie auf die Gesundheit des Kindes achten. Bei Nichtbefolgen der ärztlichen Anweisung würde sie nicht mehr die ...