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Wespensommer
Datum: 26.04.2022, Kategorien: 1 auf 1, Autor: Dingo666
... eine derartige Schönheit aus, dass ich sie nur hingerissen angaffen konnte. "Ja, meine Familie vermisst sie sehr." sagte sie leise. "Sie war immer so gut zu uns allen. Wir sind immer noch untröstlich." "Wir kannten sie leider nicht so gut. Wir zogen erst vor sieben Jahren ein, und da konnte sie schon kaum noch aus dem Haus." steuerte ich zur Unterhaltung bei und konnte kaum den Blick von Suniva wenden. Und war das ihr Duft, der mir da in die Nase stieg? Ein Parfum, bei dem mir buchstäblich die Knie weich wurden, so gut roch das. Frisch und jung und fruchtig. Limone und Ananas. Nein - gefrostete Erdbeeren. Oder Papaya in Gin? Sunivas Blick ging langsam an mir hinab und wieder hinauf. Normalerweise finde ich so ein ostentatives Begucktwerden peinlich bis ärgerlich. Doch sie machte das auf eine so natürliche Art, dass ich mich durch ihre Aufmerksamkeit beinahe geehrt fühlte. Hey - fand sie mich etwa interessant? Einen Kerl Ende vierzig? Wie konnte ich das herausfinden? Am besten, indem ich das gleiche tat. Ich betrachtete sie, in aller Ruhe. Das Gesicht, mit den großen, schwarzen Augen. Die angedeuteten Erhebungen unter dem Shirt. Diese unfassbar schmale Taille. Die Beine, endlos lang und dünn, aber perfekt geformt. "Findest du mich hübsch?", fragte sie leise. "Äh - ja. Natürlich!", stotterte ich, ein wenig überrumpelt. "Du bist auch hübsch." Sie grinste schwach. "Du siehst stark aus." "Stark?" "Ja. Schau mal." Sie hielt ihren Unterarm an meinen. ...
... Ich spürte glatte Haut, und ihre Wärme. Neben ihr wirkte mein Arm massiv, obwohl ich nicht zu den Athletentypen gehöre. Wir sahen uns an, die Arme aneinander. Sie hatte die Lippen leicht geöffnet. Mir war leicht im Kopf, als hätte ich schon zwei Gläser Wein getrunken. "Äh, ja, also...", brachte ich schlagfertig heraus. "Ich gehe nach oben. Kommst du mit?" Damit wandte sie sich um und stieg mit langsamen Schritten die Treppen empor. Ich starrte ihr nach. Der schwarze Rock schwang um Hüften, die zu delikat schienen, um sie anzufassen, und der Po, der sich unter dem Stoff abzeichnete, ließ meinen Mund austrocknen. Mit einem tiefen Atemzug riss ich mich zusammen und schloss ich den Mund. Anscheinend wollte sie sich auch im Haus umsehen. Vielleicht, weil ein Verkauf anstand? Eine Renovierung? Ich musste mehr wissen. Irina liebte Klatsch in der Nachbarschaft! Also trottete ich hinter Suniva her. Oben wandte sie sich nach links und wollte die Tür öffnen. "Nicht!", rief ich und hastete zu ihr. "Dahinter lauern etwa eine Milliarde Wespen!" Sie hielt inne und drehte den Kopf, sah mich an. "Hast du Angst vor Wespen?", wollte sie wissen, in neutralem Tonfall. Schwang da ein heimliches Amüsement mit? Seltsamerweise fühlte ich mich nicht beleidigt. "Nein.", stellte ich klar. "Aber man sollte sie nicht stören, wenn es nicht notwendig ist." "Das stimmt allerdings." Sie ließ die Klinke los und trat zurück. "Ich habe vorhin kurz reingeschaut. Das Zimmer ist sowieso ...