1. Wespensommer


    Datum: 26.04.2022, Kategorien: 1 auf 1, Autor: Dingo666

    ... leer, bis auf ein riesiges Nest. In die anderen Zimmer kann man besser rein." Ich wies auf die Türen.
    
    "Welches Zimmer ist denn am wenigsten besiedelt?", fragte sie, wieder in diesem unbeteiligten Tonfall mit einem möglicherweise spöttischen Einschlag.
    
    "Da drüben vielleicht." Ich wies nach rechts. "Da ist die Luft am besten, schien mir."
    
    Suniva nickte und ging hinüber, ich hinterdrein. Dann standen wir in dem Schlafzimmer und sahen uns um. Das Mädchen schürzte die Lippen, dachte nach. Sie drehte sich zu mir und nahm meine Hände, sah mich ernst an.
    
    "Ich war lange ein... Kind", erklärte sie. "Aber jetzt nicht mehr. Ich bin jetzt erwachsen, auch wenn ich noch nicht alles in dieser seltsamen Welt verstehe. Ich lerne noch. Willst du mir helfen?"
    
    "Uh, äh, na klar." Ich lächelte bemüht. War die Kleine vielleicht nicht ganz dicht? Kein normaler Mensch drückte sich doch so aus, oder?
    
    "Gut. Danke, Marty. Das ist sehr nett." Sie lächelte und wieder schien die Sonne aufzugehen in dem Raum. Ich strahlte zurück und kam mir vor wie zerlaufendes Wachs. Sie wickelte mich um ihren kleinen Finger, und ich ließ es nicht nur zu, ich half mit und machte mich extra biegsam für sie.
    
    Langsam Marty!, bremste ich mich. Immer vorsichtig. Lass dich auf nichts ein, auch wenn die Kleine noch so lecker aussieht. Du weißt nicht, wer sie ist, und was sie will, und...
    
    Suniva ließ meine Hände los und ging zum Bett. Es knirschte, als sie über die toten Wespenkörper schritt, und ich zuckte ...
    ... unwillkürlich zusammen beim Anblick der dünnen Sandalensohlen, mit denen sie hier herumlief. Sie nahm den Plastiküberzug und schlug ihn mit Schwung zurück. Chitinkörper flogen durch die Luft und prasselten herunter.
    
    Ich riss die Augen auf. Mit einer sparsamen Bewegung setzte sie sich auf die Oberfläche der einigermaßen sauber erscheinenden Matratze und streifte die Sandalen ab. Sie zog die Beine auf das Bett und unter den Körper. Dann sah sie mich erwartungsvoll an und klopfte auf die Stelle neben sich.
    
    Nein! Niemals! Das konnte einfach nicht wahr sein. So etwas passierte nicht, nicht in der Wirklichkeit, und nicht einem Endvierziger wie mir.
    
    Mit gelindem Horror stellte ich fest, dass ich mich in Bewegung gesetzt hatte und auf sie zuging, wie auf Watte. Ich streifte ebenfalls die Schuhe ab und kauerte mich ihr gegenüber auf das unbezogene Bett. Ihr frischer Fruchtduft hing in der Luft, ich schluckte hart.
    
    "Zeigst du mir, wie das geht?" Sie glitt auf mich zu, bis wir uns berührten.
    
    "Wie was geht?" wollte ich antworten, doch ich brachte keinen Ton heraus. Ihre Augen schimmerten wie unterseeische Grotten, und sie hatte die Lippen leicht geöffnet. Als sie einatmete, da hob sich ihre Brust, und zwei winzige Hügelchen zeichneten sich unter dem Stoff der gelben Bluse ab.
    
    "Es geht so", murmelte ich und küsste sie sacht. Ihre Lippen schmeckten weich und schwach süß. Meine Hand lag plötzlich auf ihrer rechten Brust und fühlte nach der delikaten Form. Sie drängte sich ...
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