1. Mein Leben bei den Tanten Kapitel 03


    Datum: 27.09.2023, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: byDarkPoet2000

    ... Koffer holte.
    
    Sie wären über das Wochenende auf einem Kongress. Magda und ich würden allein im Haus sein. Sie müssten schnellstens zum Zug und alles andere würden wir dann schon mitbekommen!...wie mitbekommen? Tanten weg, ich könnte einfach abhauen,... ich war verunsichert, misstrauisch und sehr nervös.
    
    Eines hatte ich gelernt in den vergangenen Wochen und Monaten, frei und loslassen würden die Tanten mich nicht, schon gar nicht so einfach... Irgendwas stimmte nicht.
    
    Ich sollte recht behalten, die Tanten waren gerade weggefahren, als Magda mit leicht gekrümmter Haltung und Händen vor dem Bauch aus der Küche kam. Schon wollte ich zur Tür rennen, um den Tanten hinterher zu winken, damit sie umkehren, als Magda nur noch „NEIN" schrie. Wie angewurzelt blieb ich stehen, und schaute sie verblüfft an.
    
    „Warum nicht? Wir müssen dir helfen, irgendwas stimmt nicht mit dir!" fragte ich. Ihre Antwort : „Wenn du die Tür aufmachst, bekommst du einen Strafstoß in den Bauch!"
    
    Sie hatte sich hingesetzt. Tausend Fragen kamen mir in den Sinn: wie? Wieso?
    
    Ihre Antwort kam langsam : „Seit drei Tagen haben sie irgend so eine Hightech Hausüberwachung installiert, Ursula hat die meisten Zimmer abgeschlossen und es gibt im Grunde keinen Kontrollkosten -- alles per Fernbedienung und Handy gesteuert."
    
    Langsam zog ich die Hand von der Türklinke zurück. „...aber was ist mit deinem Bauch?" fragte ich sie.
    
    Magda : „Seit Anfang der Woche hatte ich einen Pilz.. seit dem muss ich ...
    ... mir täglich ein Zäpfchen unten reinschieben, heute wäre das letzte Zäpfchen drangewesen, allerdings hat Effi darauf bestanden, dass ich es vor ihr reinschiebe... .sagte sie wolle sichergehen, dass ich über das Wochenende schön gesund werde, aber sie muss die Zäpfchen ausgetauscht haben, so gebrannt haben sie noch nie, schon gar nicht am Ende der Therapie.
    
    Aber es geht schon besser, war nur eben am Anfang recht unangenehm. ... Komm, geh schon ins Labor, ich komme nach und mach die Melkmaschine fest!"
    
    Meine spontane Antwort war : „Ne du ,wenn die Tanten schon mal weg sind, dann muss ich auch nicht gemolken werden !"
    
    „Wie du meinst, ich wollte nur helfen- mach, was du willst, ich mach noch ne Pause" war ihre Antwort.
    
    Ok das Haus verlassen ging nicht, aber wenigstens hatte ich ein ruhiges Wochenende vor mir -- oh wenn ich nur gewusst hätte -- auf meinem Zimmer genoss ich den entspannten Zustand in meiner Hose und legte mir meine Sachen zurecht. Eine Präsentation musste ich noch zusammenstellen und einen fetten Stapel Übungen für die Prüfung am Montag, egal, alles ohne wunden Schwanz war gut. Magda hatte sich zurückgezogen und ich hatte mir ein Sandwich gemacht, kam in mein Zimmer und ohne nachzudenken, öffnete das Fenster und wollte frische Luft reinlassen.
    
    Die Welt ging um mich herum unter: Mein Bauch wurde von einem harten Strafstoß getroffen, gleichzeitig heulte ein Alarm auf und ein zusätzlicher schmerzhaft hoher Pfeifton brachte auch meinen Kopf fast zum ...
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